Wie funktioniert eigentlich ein Hörgerät?

Über die Funktionsweise von Hörgeräten gibt es viele verschiedene Ideen und auch Irrtümer. Weit verbreitet ist immer noch die Annahme, ein Hörgerät würde einfach nur die Laute der Umgebung verstärken – ähnlich einem Lautstärkeregler. Dabei sind die heutigen Hörsysteme schon sehr lange weitaus komplexer. Es sind hochsensible technische Geräte, die auch zukünftig immer noch feiner, schneller und akkurater arbeiten werden.

In diesem Beitrag wollen wir Sie ein klein wenig in die grossartigen Funktionsweisen und Möglichkeiten von Hörsystemen einführen.

Exkurs Frequenz in Bezug auf Schwerhörigkeit/Hörschwäche

Im Hörakustikbereich sprechen wir von Frequenzen. Frequenzen drücken bei einem Ton die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde aus. Je mehr Schwingungen pro Sekunde, umso höher der Ton. Je weniger Schwingungen pro Sekunde, umso niedriger der Ton. Im Alter kommt es häufig zu einer Hörverschlechterung in den höheren Tonlagen. Grundsätzlich verläuft eine Hörstörung jedoch nie konstant und linear über alle Frequenzen, sondern ist frequenzbezogen.

Funktionsweisen von Hörsystemen/Hörgeräten

Dementsprechend muss Schwerhörigkeit/Hörschwäche auch frequenzbezogen korrigiert werden. Die nötige Korrektur ist ebenso vom Eingangspegel abhängig. Das heißt, dass auch die Lautstärken, die auf das Ohr treffen, berücksichtigt werden müssen. Ein Flüstern soll als Flüstern wahrgenommen werden können und eine Diskussion als ebensolche.

Technisch nutzt man dafür die Fourier Transformation. Ein akustisches Signal wird mit Hilfe dieser mathematischen Formel vom Zeitbereich in einen Frequenzbereich umgerechnet und abgebildet. Im Frequenzbereich arbeitet der Hörgeräteakustiker. Das Gerät transformiert das Ergebnis wieder in den Zeitbereich und gibt dieses über den Lautsprecher ans Ohr ab. Der gesamte Vorgang ist hochkomplex, da das Gerät sehr viele Funktionen und physikalische Ereignisse/Ergebnisse von unserem Gehör technisch nachbildet.

Was hat Brotbacken mit der Funktionsweise eines Hörgerätes zu tun?

Um den oben beschriebenen, hochkomplizierten Vorgang besser zu verstehen, kann man sich ein fertig gebackenes Brot vorstellen, welches jetzt wieder in seine Einzelteile zerlegt wird, wie Mehl, Wasser, Salz, Hefe, Bindemittel, Kräuter, Körner, etc. Nun werden die einzelnen Komponenten teilweise verändert. Vom Salz etwas mehr, vom Mehl etwas weniger und so weiter. Die veränderten Bestandteile können nun wieder zusammen verbacken werden und ergeben wieder ein Brot, aber ein anderes.

Genauso verhält es sich mit dem Hörgerät, dass das akustische Signal verändert. Es zerlegt das akustische Signal komplett in seine Einzelteile, verändert es auf die Bedürfnisse des Hörgeräte-Trägers angepasst, setzt es wieder zusammen und kommt als akustisches Signal verstärkt und optimiert zum Ohr des Empfängers zurück.

Die Geräte sind inzwischen so konzipiert und so schnell, dass sie in einer Sekunde zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Rechenoperationen durchführen können. Diese Geschwindigkeit ist beeindruckend, aber auch notwendig, da die Unterstützung durch das Hörsystem ohne Zeitverzögerung geschehen muss. Wenn das verarbeitete Signal eine zu grosse Laufzeit oder eine Verzögerung gegenüber dem akustisch normalen Signal hätte, würde ein Echo entstehen oder eventuell sogar eine gegenphasige Auslöschung des Signals.

Fazit

Ein Hörgerät verstärkt nicht nur die Lautstärke, sondern verändert die einzelnen Komponenten des akustischen Signals so, dass es für den Empfänger klarer und deutlicher wird. Mit allen Fragen rund um das Thema Hörgerät und Funktionsweise sind Sie bei PRO SURDIS richtig. Es gibt verschiedene Hörsysteme, die auch Ihnen wieder ein besseres Hörerlebnis schenken. Wenden Sie sich voller Vertrauen an uns. Mit unserem breiten Fachwissen und unserer jahrelangen Erfahrung werden wir Sie bestmöglich unterstützen.

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