Was ist ein pulsatiler Tinnitus?

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens bereits Erfahrungen mit dem Krankheitsbild des Tinnitus gesammelt. Bei manchen Betroffenen verschwindet er wieder. Andere lernen, mit dem Tinnitus zu leben. Doch neben dem allseits bekannten Tinnitus existiert noch eine weitaus weniger bekannte Form – genannt pulsatiler Tinnitus. Beim pulsatilen Tinnitus haben die Betroffenen den Eindruck den eigenen Herzschlag, bzw. den eigenen Puls im Kopf zu hören. Ursachen dafür können ernsthafte andere körperliche Probleme sein. Von daher ist es wichtig beim Auftreten eines pulsatilen Tinnitus, diesen abzuklären. Ansonsten lässt er sich erfolgreich behandeln.

Wahrnehmung des pulsatilen Tinnitus

Der pulsatile Tinnitus wird auch objektiver, rhythmischer, vaskulärer oder pulssynchroner Tinnitus genannt. Wie beim herkömmlichen Tinnitus zeigt sich der pulsatile Tinnitus als anhaltendes Geräusch, welches nur die Betroffenen wahrnehmen können.

Bei einem herkömmlichen Tinnitus sind die Patienten durch eine permanente Geräuschbeeinflussung, wahrgenommen als Klingeln, Summen oder Rauschen, betroffen. Beim pulsatilen Tinnitus folgt der Tinnitus dem Herzschlag des Betroffenen. Der Tinnitus klingt dann wie ein Klopfen, Pochen oder Rauschen und ist an den Herzschlag des Patienten angelehnt. Daher kommen auch die Bezeichnungen pulsatil und pulssynchron. Diese Sonderform des Tinnitus kann ein- oder beidseitig oder auch im Wechsel auftreten. Auch muss die Geräuschwahrnehmung nicht permanent sein, sondern kann schubartig oder in bestimmten Situationen aufkommen. Ein Fachmann ist in der Lage mithilfe eines Stethoskops den pulsatilen Tinnitus zu erkennen.

Sehr häufig nehmen Betroffene den pulsatilen Tinnitus nur in der Nacht, bzw. vorm Zubettgehen wahr. Sicher liegt es vor allem an den, zu dieser Zeit ausbleibenden Nebengeräuschen. Weder Gespräche noch das Fernsehen oder einfach nur das Verrichten von Tätigkeiten lenken die Patienten von dem auftretenden Pulsieren im Ohr ab. Weiterhin können auch das Liegen und die damit verbundenen anderen Druckverhältnisse eine Rolle spielen.

Ursachen des pulsatilen Tinnitus

Der pulsatile Tinnitus wird meistens durch ein bestimmtes Krankheitsbild verursacht. Unregelmässige Blutgefässe, Bluthochdruck, Anämie, Arteriosklerose, Kopf- und/oder Halstumore sowie Verbindungsprobleme zwischen Arterien und Venen gehören zu den häufigsten Ursachen. Der vaskuläre Tinnitus ist somit häufig ein Symptom einer anderen körperlichen Problematik, die Aufmerksamkeit benötigt.

Der Einfluss von Stress

Stress wird zwar nicht als eine der Hauptursachen benannt, bekannt ist trotzdem, dass dieser einen erheblichen Einfluss auf die Intensität und Dauer des pulsatilen Tinnitus hat. Bei Stress beschleunigt sich der Herzschlag, die Atemfrequenz steigt, der Puls erhöht sich, die Blutgefässe verengen sich. Durch diesen im Körper aufgebauten Druck erhöht und intensiviert sich auch das Geräusch im Ohr. Bereits bestehende Gefässerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme werden durch Stress verstärkt, was wiederum zu einer Verschlechterung des pulsatilen Tinnitus führt.

Diagnose des pulsatilen Tinnitus

Der pulsatile Tinnitus ist behandelbar. Bei einem Verdacht darauf, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Der Mediziner unterstützt bei der Identifikation des Krankheitsbilds und hilft bei der Erkennung der Gründe, indem er bspw. das Trommelfell und die Blutgefässe untersucht. Bei Bedarf überweist er im Anschluss die Patienten an einen Onkologen oder einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Hier finden weitere Untersuchungen und Überprüfungen statt, wie bspw. Computertomografie, Kernspintomografie und Ultraschall. Unter Umständen findet auch ein Hörtest statt.

Behandlungsmöglichkeiten beim pulsatilen Tinnitus

Nach den umfangreichen Tests stellt der Fachmann eine Diagnose und gibt eine Behandlungsempfehlung ab, mit dem Ziel, das störende Geräusch zu stoppen.

Wenn das Geräusch nach der Behandlung für den Patienten weiterhin wahrnehmbar bleibt, besteht die Möglichkeit andere Massnahmen zu ergreifen. Es könnte aber ebenso sein, dass es sich bei dem Tinnitus um einen herkömmlichen und nicht um einen pulsatilen Tinnitus handelt.

Behandlungsmöglichkeiten beim herkömmlichen Tinnitus

Auch beim herkömmlichen Tinnitus existieren bereits eine Vielzahl von Behandlungsmethoden. Wir von Pro Surdis besitzen dazu einen grossen Erfahrungsschatz, Fachwissen und jahrelange Kompetenz. Zu unseren Verfahren und Tools gehören:

  • Lenire-Tinnitus-Behandlungsgeräte
  • Hörgeräte
  • Stressmanagement
  • Entspannungstechniken
  • Hörtraining
  • Tinnitus-Retraining-Therapie
  • Meditationspraxis

Fazit

Die meisten Menschen kennen das Krankheitsbild des Tinnitus, haben aber noch nichts von der Spezialform des pulsatilen Tinnitus gehört oder gelesen. Der pulsatile Tinnitus ist gut zu diagnostizieren, da ihm meistens eine andere körperliche Ursache zu Grunde liegt. Obendrein kann er sehr gut behandelt werden, da mit dem Lösen der Ursache auch das Symptom des pulsatilen Tinnitus verschwindet.

Wir von PRO SURDIS kennen uns mit allen Formen von Hörproblematiken aus. Dazu gehört auch das Wissen um den pulsatilen Tinnitus. Bei Fragen, Beschwerden oder Unsicherheiten möchten wir Sie herzlich in einer unserer Filialen willkommen heissen. Vereinbaren Sie dazu einfach online einen Termin oder kontaktieren Sie uns telefonisch. Unser Auftrag lautet, Ihnen in ein neues Leben mit mehr Lebensqualität durch gutes Hören zu verhelfen.

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