PRO SURDIS GmbH
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Der Mensch nimmt tagtäglich tausende Töne auf. Er kann bis zu 20 einzelne akustische Signale pro Sekunde wahrnehmen. Viele werden vom Bewusstsein ausgeschaltet, um einer Reizüberflutung und Informationsüberlastung vorzubeugen. Wir hören Musik im Radio oder aus vorbeifahrenden Autos, Naturgeräusche wie das Zwitschern der Vögel oder das Knarzen der Bäume im Wind, Menschen, die in ihrer Sprache und mit ihrer ganz eigenen Sprachmelodie sprechen. Doch es gibt auch Töne, die wir nicht hören können, da sie unterhalb oder oberhalb unserer Hörschwelle liegen.
Hinzu kommt, für unsere sensiblen Hörorgane, ein biologisches Alter, das in der Hörfähigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Kinder und Jugendliche haben naturgemäss das beste Gehör und hören im Frequenzbereich von 19.000 Hz. Menschen, die um die 35 Jahre alt sind, hören Töne im Bereich von 15.000 Hz und im Alter von 50 Jahren noch im Bereich von 13.000 Hz. Aufgrund der Überlastung mit Kopfhörern und iPods lässt das Hörvermögen auch von relativ jungen Menschen immer früher nach.
Es gibt Geräusche, die wir unabhängig von Alter und Hörfähigkeit zu keiner Zeit wahrnehmen können, wie bspw. Ultraschall- oder Infraschallwellen. Dafür existieren Geschöpfe in der Natur, deren Hörvermögen das menschliche weit übersteigt. So können Fledermäuse und Delfine Töne hören, die im Bereich von 90.000 – 200.000 Hz hoch sind. Elefanten, Giraffen und Wale produzieren und hören hingegen sehr tiefe Töne, deren Frequenz bei gerade mal 20 Hz liegt.
Die allseits bekannte Hundepfeife wird auch Ultraschallpfeife oder Hochfrequenzpfeife genannt, da ihr Ton im Bereich zwischen 16.000 und 22.000 Hz liegt, was sich zumeist ausserhalb der menschlichen Wahrnehmung befindet. Ansonsten wird die Hundepfeife wie jede andere Pfeife durch Hineinblasen benutzt. Mit diesen Hilfsmitteln werden Hunde konditioniert, gleichzeitig aber andere Spaziergänger nicht damit belästigt.
Auch Menschen erzeugen jeden Tag Töne im Hochfrequenzbereich, die sie selbst nicht hören. Dazu gehört der eigene Wimpernschlag oder das sanfte Aneinanderreiben von Haut auf Haut. Man kann das ganz einfach testen, wenn man Daumen und Zeigefinger reibt. Vielleicht reagiert ja der eine oder andere wachsame Haushund darauf.
Fische besitzen ein Innenohr, wie alle anderen Wirbeltiere auch. Sie nehmen Geräusche mit ihrer kompletten Körperoberfläche auf. Die Geräusche werden bei Fischen meistens auf die Schwimmblase übertragen. Diese wirkt hier als Resonanzboden, ähnlich wie das menschliche Trommelfell. Auch für Fische kann es zu laut werden, weswegen in Wasserschutzgebieten auch immer um Ruhe der Besucher gebeten wird. Fische als Haustiere leiden beim Feuerwerk an Silvester ebenso unter dem Krach wie Hunde oder Katzen. Möglicherweise sollten generell Partys in anderen Räumen stattfinden als dort, wo das Aquarium steht.
Bei der Kommunikation erzeugen auch Fische Töne, indem sie mit den Zähnen knirschen, Blubbergeräusche verursachen oder gezielt Wasser aus der Schwimmblase ausstossen. Sie nutzen diese Geräusche, um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen, vor Feinden zu warnen oder um ihren Standort zu verraten.
Mit hochsensiblen Mikrofonen, vollkommen neu programmierter Software, feinsten Kopfhörern und Elektronik haben Menschen die Welt der Ultraschallwellen bereits erobert. So gelang es finnischen Wissenschaftlern um den Akustikforscher Ville Pulkki, die bisher unhörbare Welt des Ultraschalls für Menschen hörbar zu machen. Den Forschern gelingt es so zum Beispiel Fledermäuse zu lokalisieren. Nach Meinung Pulkkis könnte diese Entdeckung nicht nur für Vogelforscher interessant sein. „Ein Ultraschall-Hörsinn ist auch in vielen praktischen Situationen sinnvoll“, denn „manchmal sendet auch defekte Elektronik Ultraschallwellen aus, sodass sie mit dem Ultraschall-Hörer etwa in einer Serverfarm schneller lokalisiert werden könnte“, sagt Pulkki.
Die Welt des Hörens ist fantastisch. Nicht nur in den Bereichen, in denen Menschen hören und kommunizieren können, sondern auch darüber hinaus. Elefanten, Wale, Giraffen, Fledermäuse, Delfine oder Fische haben super Fähigkeiten, um hoch- oder niedrigfrequente Töne zu verarbeiten oder abzugeben. Die Forschung hat inzwischen auch hier grosse Dinge geleistet, um Menschen auch diesen Weg des Hörens zu ermöglichen. Doch viele Menschen wären dankbar, wenn sie schon ihr eigenes, ganz normal funktionierendes Gehör zur Verfügung hätten. Aufgrund von Krankheiten, Medikamenten, dem Altern oder Unfällen entstehen Hörschwächen. Hierzu empfehlen wir den Blogartikel Welche Ursachen für Schwerhörigkeit gibt es?.
Wir von PRO SURDIS haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen auf ihrem Weg zurück in die Welt des Hörens und der damit verbundenen Lebensqualität zu begleiten. Melden Sie sich jederzeit, um einen persönlichen Gesprächstermin in einer unserer Filialen zu vereinbaren. Wir sind gerne für Sie da.
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