Francisco de Goya – auf rätselhafte Weise ertaubt
Biographisches über Francisco de Goya
Francisco José de Goya y Lucientes wurde 1746 in Fuendetodos/Spanien geboren. Als Sohn eines geschätzten Vergolders, der mit anerkannten Schreinern, Bildhauern und Malern beruflich verkehrte, war Goya die Kunst allgegenwärtig. Da das Geschäft rund um die Herstellung und die Vergoldung von kirchlichen Altaraufsätzen zurückging, sollte Goya einen anderen Beruf ergreifen. Die Werkstatt des Vaters wurde von einem seiner Brüder übernommen. So wurde Goya im Alter von 14 Jahren von dem Barockmaler José Luzán unterrichtet und ausgebildet.
1773 heiratete er Josefa Bayeu. Mit ihr hatte Goya insgesamt 20 Kinder, von denen jedoch nur eins überlebte.
Auch Goya selbst verfügte über keine gute gesundheitliche Konstitution, obwohl er immerhin 82 Jahre alt wurde. Immer wieder plagen ihn Krankheiten, die ihn ans Bett fesselten und leiden liessen. Im Jahr 1792, bei einem vermutlichen Schlaganfall, verlor Goya sein Gehör komplett und konnte ab diesem Zeitpunkt von heute auf morgen nie wieder hören.
Kunst und Engagements von Francisco de Goya
Zuerst arbeitete er als „Modell-Designer“ in einer königlichen Teppichmanufaktur, dann als Akademieprofessor in Madrid und schliesslich in den Diensten des Königs als Hofmaler. Religiöse Fresken, Porträts von Adeligen, Altarbilder und spanische Hofszenen prägten die ersten Jahre seines künstlerischen Schaffens.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_de_Goya
Der Einfluss des Krieges
Während die französischen Truppen in Spanien die Macht an sich rissen, verarbeitete Goya all die Eindrücke und Gräueltaten des Krieges in der Serie Desastres de la guerra – die Schrecken des Krieges. Dabei zeigte er sowohl die Härte der Franzosen als auch die bedingungslose Grausamkeit der Spanier – gleich einem neutralen Beobachter. Goya schien sich in diesen dunklen Jahren von der Menschheit abzuwenden, zu distanzieren und in sich selbst zurückzukehren. Seine Bilder zeugen jedoch nicht von einer inneren Einkehr in ein wohliges Heim, sondern eher in eine zerrüttete Existenz.

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Die Veränderung seines Malstils durch seine Lebenserfahrung und die Taubheit
Goya hatte dramatische Dinge gesehen und erlebt. Gleichzeitig führte der Verlust seines Gehörs zu einer Überbetonung der anderen Sinne. Wie allgemein bekannt ist, schärfen sich die restlichen Sinne, wenn einer von ihnen ausfällt. So verhielt es sich bei Goya auch. Die Wahrnehmung über seine Augen wurde intensiver, genau wie das Schmecken, Riechen und Fühlen. Fast könnte man meinen, seine Augen wurden nicht mehr abgelenkt durch das Geplapper um ihn herum. Goyas Bilder wurden immer sozialkritischer. Zwei Reihen seiner Radierungen, Caprichos und Desastres, widmen sich den Verfehlungen und Lastern der katholischen Kirche. Sein liberaler Geist und sein wahres Auge erschwerten ihm sein Dasein. So musste er sich in der zweiten Hälfte seines Lebens von Spanien nach Bordeaux zurückziehen, aus Angst vor politischer Verfolgung.
Die wohl berühmteste Reihe an Gemälden befand sich in seinem Haus: Die Pinturas negras (schwarze Bilder), die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren und erst nach seinem Tod gefunden wurden.

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Es sind alles düstere Bilder, die Angst, Schrecken und Albträume heraufbeschwören. Goya malte die 14 Gemälde an die Wände seines eigenen Hauses in Bordeaux, indem er allein lebte. Kaum vorstellbar, was diese Umgebung um ihn herum, die ja aus ihm selbst heraus entstanden war, mit ihm machte.
Fazit
Goya hat in seiner eigenen Welt gelebt. Seine vielen Krankheiten, die Schicksalsschläge rund um seine verstorbenen Nachkommen, die Schrecken des Krieges und der Verlust seines Gehörs machten ihn zu einem einsamen Menschen. Gleichsam kann aus den Bildern von Francisco de Goya eine tief seelische Veränderung abgelesen werden. Goya hatte trotz seiner Ängste die Möglichkeit, sein Innenleben über die Kunst zu verarbeiten und rauszulassen. Wie viele Menschen leiden und finden keinen Weg der Expression? Mit den heutigen Mitteln und in der heutigen Zeit wäre es sicher machbar gewesen, Goya mit einem operativen Eingriff oder einem Hörsystem zu helfen und zumindest aus seiner empfundenen Isolation zu befreien.
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