Ist besseres Hören ohne Hörgerät möglich?

Diese Frage beschäftigt viele unserer Kunden. Muss es immer gleich ein Hörgerät sein oder kann man mit anderen Methoden die Hörleistung verbessern? Wir gehen dieser Frage seit vielen Jahren auf den Grund und möchten in diesem Blog-Artikel unsere Erkenntnisse dazu teilen.

Ziel-Patienten

Bereits im Alter zwischen 40 und 50 Jahren beginnt bei vielen Menschen die erste Hörminderung. Sie haben teilweise Schwierigkeiten, das Gesprochene vom Umgebungslärm zu unterscheiden oder verstehen nicht mehr jedes Wort. Dieser Hörverlust ist noch nicht pathologisch und benötigt kein Eingreifen durch die Implementierung eines Hörsystems. Jedoch wünschen sich die Betroffenen verständlicherweise auch in ihrem Fall eine Unterstützung zur Verbesserung ihres Hörvermögens.

Ursachen

Gewisse Vorgänge im Innenohr funktionieren nicht mehr einwandfrei. Die Feinheiten der Frequenzauflösung sind nicht mehr so gut gegeben.

Möglichkeiten

Der Hörgeräteakustiker korrigiert üblicherweise den Hörverlust „von unten her nach oben“. Das heisst er korrigiert vom Ohr ausgehend, um das Verstehen im neuronalen Zentrum zu ermöglichen. Wenn noch kein Hörgerät eingesetzt werden muss, ist die Herangehensweise umgedreht. Es wird „von oben her nach unten“ korrigiert.

Wenn nun gewisse Probleme in der Hörverarbeitung durch eine schlechtere Frequenzauflösung gegeben sind, jedoch kein versorgungswürdiger Hörverlust besteht, bietet sich ein Hörtraining an.

Wir von PRO SURDIS versuchen von oben her die neuronalen Strukturen, also die Nerven im auditorischen Kortex so zu trainieren, dass die Patienten den Input von unten so gut und effizient wie möglich verarbeiten können. Wenn die Signalkomponenten vom Innenohr nicht der benötigten Qualität entsprechen, um auch bei Lärm ein gutes Sprachverstehen zu gewährleisten, ist es möglich, die Nervenstrukturen zu trainieren, dass die Informationen, die hochkommen bestmöglich und nutzbringend verarbeitet werden.

Hörtraining

Das Hörtraining bei PRO SURDIS besteht aus zwei Komponenten:

  • Training des zeitlichen Auflösungsverhalten
  • Training des Frequenzauflösungsverhalten

Zeitliches Auflösungsverhalten: Die Komponente des Zeitlichen Auflösungsverhalten beschäftigt sich mit der Geschwindigkeit, heisst wie schnell das Gehirn in der Lage ist, die hochkommenden Informationen zu verarbeiten. Dies, da die Geschwindigkeit einen sehr großen Einfluss auf die Sprachverständlichkeit hat.

Frequenzauflösungsverhalten: Wenn aus dem Umgebungslärm konzentrativ Text herausgehört werden soll, braucht es eine sehr hohe Frequenzauflösung, eine Tonhöhenunterscheidung, welche beim so genannten Cocktailparty-Effekt die eigentliche Problematik darstellt.

Das Zwei-Komponenten-Training für das zeitliche Auflösungsverhalten und das Frequenzauflösungsverhalten bildet in unserer Philosophie die Grundstruktur im Rahmen des Hörverstehens. Es hat keinen Nutzen, wenn Patienten ganze Sätze trainieren. Die Herangehensweise bei PRO SURDIS ist das Arbeiten im tieferliegenden ursächlichen Bereich, um ein bestmögliches Hörerlebnis zu gestalten.

Fazit

Bei noch nicht pathologischen Hörminderungen können Hörtrainings ein gutes Instrument sein, um die Hörleistung zu steigern. PRO SURDIS hat dafür ein spezielles Zwei-Komponenten-System entwickelt, dass zum einen das zeitliche Auflösungsverhalten und zum anderen das Frequenzauflösungsverhalten verbessert. Für eine ausführliche Beratung, inwieweit diese Methode auch für Sie greift, können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden.

Sie wünschen sich kompetente, engagierte und individuelle Unterstützung damit Sie endlich wieder besser hören können? Wir möchten für Sie da sein. Jetzt unverbindlich einen Beratungstermin vereinbaren.