Mein Höchstleister – das sensible Hörorgan: mein Ohr
Sprichwörter helfen uns, den besonderen Stellenwert der Ohren zu verstehen.
Menschen neigen dazu, das einwandfreie Funktionieren ihres Körpers, der Organe, des Stoffwechsels und anderer physischer Prozesse nicht wahrzunehmen, sondern immer nur dann zu würdigen, wenn etwas nicht mehr einwandfrei funktioniert. Der physische Körper vollbringt jeden Tag Höchstleistungen. Alles ist mit- und aufeinander abgestimmt: Nervenzellen leiten in unvorstellbarer Geschwindigkeit Informationen weiter, die Zellen regenerieren und teilen sich, chemische Prozesse lassen den Körper alles Verwertbare aus Lebensmitteln und der Atemluft herausholen, Organe filtern Gifte aus dem Körper, Bewegungsabläufe werden exakt koordiniert, Erfahrungen und Erinnerungen gespeichert, um darauf schnellstmöglich zugreifen zu können und Sinnesorgane machen die Welt erst erleb- und erfahrbar. Dieser Blog-Artikel beschäftigt sich mit unserem sensiblen Hörorgan – dem Ohr – und wie es jeden Tag Höchstleistungen für Sie umsetzt, damit Sie diese Welt mit allen Sinnen wahrnehmen können.
Aufgaben der Ohren
Das Ohr fängt Schallwellen ein und leitet diese zum Trommelfell weiter. Die Ohrmuschel ortet die Schallquelle und ist eine Art Trichter, die den Schall ins Innere des Ohres leitet. Im Innenohr, genauer gesagt der Hörschnecke, liegt das Hörorgan, genannt Cortisches Organ, samt den Hörsinneszellen. Ihre Aufgabe besteht darin, den Hör-Reiz an die Hörnerven weiterzugeben. Die Hörnerven leiten den Hör-Reiz ins Gehirn. Das Ergebnis der dortigen Verarbeitung ist das Hören von Sprache, Geräuschen, Tönen, Lauten, Musik, Sprachmelodie, Stimmlagen und vielem mehr.
Informationsverarbeitung im Gehirn
Das Gehirn verarbeitet innerhalb von Millisekunden die Reize, die es aus dem Ohr und anderen Sinnesorganen bekommt. Gefahren werden eingeschätzt, Kommunikation möglich gemacht, Nuancen herausgehört, Stimmen und Tonlagen unterschieden, alte Erfahrungen zum Abgleich mit dem neuen Eindruck herangezogen, Informationen bewertet, Muster erkannt, Warnungen impulsiert und Reaktionen erarbeitet. In der heutigen Zeit, dem sogenannten Informationszeitalter, sind wir Menschen einer unglaublichen Anzahl verschiedenster Informationen ausgesetzt wie nie zuvor. Das Ohr, alle weiteren Sinnesorgane und das Gehirn vollbringen fast permanent Höchstleistungen. Das Sprichwort: „Wenn uns etwas um die Ohren gehauen wird“ verdeutlicht die Informationsdichte und auch, wie stark die Ohren dem Ganzen ausgeliefert sind.
Exkurs deutsche Sprache
Die Nuancen in der deutschen Sprache sind sehr fein. Das gleiche Wort mit einer anderen Betonung kann einen vollkommen anderen Sinnzusammenhang ergeben. Diese feinen Nuancen leitet das Gehör an das Gehirn weiter. Erst dadurch wird unser Gegenüber verständlich und seine Aussagen nachvollziehbar bzw. können wir diese besser einordnen. Das Ohr ist somit hochsensibel und reagiert auf Feinheiten im Sprachgebrauch, der Ausdrucksweise und der Betonung.
Die Ohren müssen Geräuschbelästigung kompensieren
Die optimale Lautstärke für das menschliche Ohr liegt zwischen 40 und 60 Dezibel. Setzen sich Menschen einer erhöhten Lautstärke durch bspw. Musik, Bau- oder Straßenlärm aus, muss das Ohr diese Reizüberlastung kompensieren. Bei anhaltendem Lärm und Lautstärke werden die feinen Härchen im Innenohr so geschädigt, dass sich diese nicht mehr regenerieren können. Eine sofortige Schädigung tritt ein, wenn sich ein Mensch in der Nähe einer Explosion oder eines ähnlich intensiven Lärms aufhält. Er kann unter Umständen sein Gehör für eine bestimmte Zeit oder sogar dauerhaft verlieren. Das Sprichwort „Mir fliegt etwas um die Ohren“ spiegelt in Worten die große Überforderung wider, der wir Menschen teilweise durch Stress, Überlastung und Überreizung in der heutigen Zeit ausgesetzt sind.
Dauerhafte Arbeitsbelastung heißt: Keine Pause für die Ohren
In besonders stressigen Situationen kann es vorkommen, dass Studenten die Nacht durchlernen müssen oder Berufstätige die Nacht durcharbeiten oder pflegende Angehörige ihre Verwandten des Nachts betreuen. Der Tag hat auf einmal 24 Stunden und der Körper bezahlt die Rechnung dafür. Alle Sinnesorgane sind die ganze Zeit eingeschaltet und unter Anspannung. Es gibt keine Regenerationszeit für die Organe. Das Sprichwort „Sich die Nacht um die Ohren schlagen“ verdeutlicht diesen Zustand, denn tatsächlich fühlt sich der Betroffene nach dieser Nachtschicht zerschlagen, erschöpft und geschafft.
Fazit
Die aufgeführten Redensarten versinnbildlichen, dass unser Sinnesorgan – das Ohr – eines der wichtigsten Eingangsportale unserer Umwelt darstellt. Es müssen enorm viele Daten in einer sehr kurzen Zeitspanne verarbeitet werden. Diese Daten sind wiederum die Grundlage für unsere Entscheidungen. Umso wichtiger wird das Ohr, das mit diesen erhaltenen Informationen umgehen muss, sie aufnimmt und korrekt weiterleitet. Das Ohr ist ein Höchstleister. Die Empfehlung von den Profis aus Ihrer PRO SURDIS Filiale lautet, den Ohren auch mal eine Pause zu gönnen, Stress zu reduzieren, das Funktionieren des sensiblen Hörorgans zu wertschätzen und bei entstehenden Problemen nicht lange zu warten, sondern den Hörakustiker oder Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Die Mitarbeiter von PRO SURDIS sind immer gern und von Herzen für Sie da!
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