PRO SURDIS GmbH
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Eines der grössten Themen im Aufgabenbereich des Hörakustikers ist der Tinnitus. Patienten, die einen Tinnitus haben, leiden und suchen nach dringender Linderung. Doch inwieweit können wir Menschen die Belastung und Penetranz eines Tinnitus im Hier und Jetzt und vergleichend im Laufe der Zeit richtig einschätzen? Dieser Artikel gibt Einblicke in das subjektive Empfinden und wie der Hörakustiker mit dem Betroffenen trotzdem die Möglichkeit hat, den Tinnitus zu qualifizieren.
Überblick:
Der Tinnitus ist wie der Schmerz eine subjektive Beurteilung des Betroffenen. Im Verlaufe dieser Erkrankung versucht der Hörgeräteakustiker mit dem Patienten dies zu objektivieren. Schliesslich ist es wichtig zu erkennen, inwieweit die Behandlungen Erfolg verzeichnen und auch welche Massnahmen im Einzelfall am besten helfen.
Um Schmerz zu bemessen, wird die so genannte Schmerz-Skala benutzt, auf der die Intensität des Schmerzes auf einer Leiste von 1 bis 10 eingeordnet wird. Ähnlich zu diesem Vorgehen existieren auch beim Tinnitus Barometer, die das Beurteilen des Tinnitus durch den Betroffenen ermöglichen sollen. Die so genannte Penetranz-Skala von 1 – 10, die Lautheits-Skala von 1 – 10 und der am häufigsten benutzte THI Fragebogen sollen dem persönliche Empfinden Ausdruck verleihen.
Bei dem THI Fragebogen, dem Tinnitus Handicap Inventory Fragebogen, werden anhand von Fragen verschiedene Punkte vergeben. Der daraus resultierende, zusammengerechnete erreichte Punktewert gibt Auskunft über das momentane Empfinden. Dieser Wert kann fortführend erhoben und mit alten Auswertungen verglichen werden. Das bedeutet natürlich, dass die zu gewichtenden Themen und die Empfindungen immer wieder verschieden sind.
Wenn betroffene Kunden eine unserer PRO SURDIS Filialen aufsuchen und erklären, dass sie unter einem sehr starken und belastenden Tinnitus leiden, wird der THI-Fragebogen zur ersten Bestandsaufnahme zur Hilfe genommen. Im Anschluss wird die Tinnitus-Behandlung gestartet. Nach ca. drei Wochen kommen die Patienten zum nächsten Gespräch in unser Geschäft. Oft erklären sie auf die Frage hin, ob es ihnen besser geht, dass sie keine Veränderung wahrnehmen und sich nichts verbessert bzw. sich keine Linderung eingestellt hat. Manchmal bemerken sie sogar, dass sie eine Verschlechterung des Tinnitus erleben.
Wird nun aber der THI Fragebogen erneut ausgefüllt, sind nach der Auswertung immer eine Verbesserung und eine Linderung festzustellen. Die subjektive Wahrnehmung weicht von der objektiven Bemessung ab. Die vorangegangenen Ausführungen bestätigen, dass das Erinnerungsvermögen und das Langzeitgedächtnis bezüglich subjektiver Empfindungen schlecht geeignet sind, um Befindlichkeiten bezüglich Tinnitus in der Vergangenheit und der Gegenwart objektiv miteinander zu vergleichen.
Schmerz, Penetranz und Leiden im Hier und Jetzt sind anhand eigener Wahrnehmung schlecht zu bemessen. Es ist ein Mass an Quantifizierungsmöglichkeiten gefragt, um dem Betroffenen aufzuzeigen, dass sich sein Tinnitus trotz seiner abweichenden Erinnerung doch verbessert, sich bereits eine Linderung eingestellt hat. Dieses Wissen hilft dem Hörakustiker und dem Patienten zur Erfolgskontrolle. Es motiviert ausserdem, weiter daran zu arbeiten.
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